Curiosapedia

Man kann es nur als "kurios" umschreiben...

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Fortpflanzung…

Wir sind einzig und allein auf Fortpflanzung hin ausgelegt… Nein, mehr!… Wir sind einzig und allein auf Vermehrung hin ausgelegt…

Denn sich nur fortzupflanzen, d.h. sein gesamtes genetisches Material bzw, Genom weiterzugeben, egal in welcher zufälligen Konstellation, ist nicht genug… Es darf schon ein wenig mehr sein!…

Während Frauen sich also bei zwei Nachkommen egal welchen Geschlechts lediglich fortpflanzen und erst ab drei Kindern anfangen sich zu vermehren, ist es bei den Männern um einiges komplizierter…

Da fangen wir vielleicht erstmals mit den genetischen Grundlagen an… Männer und Frauen verfügen über die gleiche Anzahl an Chromosomen, nämlich 46 Stück… Diese treten paarweise auf und können in 22 Autosomen-Paare und ein Gonosomen (also Geschlechtschromosomen) Paar unterschieden werden… Bekanntlich handelt es sich bei der Frau dabei um die XX- und beim Mann um die XY-Chromosomen…

Wie schon an den die Chromosomen bezeichnenden Buchstaben wunderbar zu sehen ist, handelt es sich bei dem Y-Chromosom um eine “reduzierte Version” eines X-Chromosoms… Ein Mann besitzt also weniger genetische Information als eine Frau… Tatsache…

Um einen neuen Menschen entstehen zu lassen ist eine Eizelle nötig, welche genau die Hälfte der gesamten Erbinformation einer Frau beinhaltet (wir vernachlässigen hier mal locker die möglichen genetischen Mutationen in Form von Aneuploidien), und eine Samenzelle, die genau die Hälfte aller Autosomen eines Mannes trägt, sowie ein X- oder ein Y-Chromosom…

Der Mann gibt also mal mehr (bei einer Tochter) und mal weniger (bei einem Sohn) als die Hälfte seiner gesamten Erbinformation weiter…

Somit pflanzt ein Mann sich nicht einmal fort wenn er zwei Söhne zeugt!… Dazu wäre schon ein Sohn und eine Tochter notwendig… Dann hat er nämlich 100% seines Erbmaterials (rein rechnerisch, denn der Zufall ist bei diesem Spiel die Regel) an seine Nachkommen weitergegeben…

Hat er allerdings zwei Töchter, dann hat er sich (im Gegensatz zu einer Frau) schon vermehrt, nicht nur fortgepflanzt!…

Um sich zu vermehren muss der Mann also lediglich zwei Töchter, zwei Söhne und eine Tochter, oder drei Söhne zeugen… Frauen müssen auf jeden Fall mindestens drei Kinder bekommen um sich zu vermehren…

Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.

Mahatma Gandhi, indischer Freiheitskämpfer, 1869 - 1948

Immer wieder werden menschliche Füße an die Pazifikküste bei Vancouver gespült. Ermittler und Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel: War es Mord oder ein Unfall?

Seit dem Sommer 2007 versucht die Polizei Vancouvers ein grausiges Rätsel zu lösen, das sich immer wieder aufs Neue stellt. In unregelmäßigen Abständen spülen die Gezeiten des Pazifischen Ozeans Reste von verwesten, menschlichen Füßen, die in Joggingschuhen stecken, an die Strände rund um Vancouver. Bis heute ist unklar, woher die abgetrennten Beine stammen, wem sie gehören, noch, wie die Beinteile vom Körper gelöst wurden.

Nun wurde ein neuer Fund entdeckt – ein Fußknochen, der in einer Socke mitsamt Turnschuh der Marke New Balance steckt. Dies ist bereits der siebente Fuß in der mysteriösen Serie der verlorenen Beine. Gefunden wurde der Fuß von einer Spaziergängerin am Flussufer des Fraser Rivers in Richmond, einem Vorort südlich von Vancouver.

Die grausige Serie der mysteriösen Fußfunde innerhalb von 15 Monaten hat weltweites Medieninteresse ausgelöst. Doch das vereinfacht nicht die Ermittlungen. Im Gegenteil - immer mehr Leute mischen sich in das mysteriöse Geschehen ein und spielen mit der Polizei.

Wilde Theorien kursieren: Tsunami, Flugzeugabsturz oder Bootsunglück? Vielleicht aber doch depressive Selbstmörder, die von der Brücke springen…

Diana Eastman Photography & Design

Die meisten Probleme entstehen bei ihrer Lösung.

Leonardo da Vinci, italienischer Maler und Philosoph, 1452 - 1519

Das geheimnisvollste Buch der Welt

Das Voynich-Manuskript (benannt nach Wilfrid Michael Voynich, der das Manuskript 1912 erwarb) ist ein Schriftstück, das vermutlich zwischen 1404 und 1438 in Norditalien geschrieben wurde. Der Text ist in einer unbekannten Schrift und Sprache geschrieben, sein Inhalt konnte bis heute nicht entschlüsselt werden. Im Manuskript vorhandene Abbildungen erinnern an botanische, anatomische und astronomische Zusammenhänge und sind mit wenig Sorgfalt gezeichnet. Das Manuskript befindet sich seit 1969 unter Katalognummer MS 408 im Bestand der Beinecke Rare Book and Manuscript Library der Yale University.

Da der Text nicht gelesen werden kann, lässt sich eine Gliederung des Inhalts nur auf die Art der Illustrationen stützen. Das Manuskript enthält eine große Zahl von Abbildungen, die in Tinte ausgeführt und nachträglich koloriert wurden. Die Abbildungen entstanden offenbar vor der Niederschrift des Textes, der sich der Form der Abbildungen anpasst und sie umfließt.

Vermutungen über den Inhalt der Abschnitte sind vor allem dadurch mit Unsicherheiten behaftet, dass der kontextuell-ideengeschichtliche Hintergrund unsicher bis unbekannt ist. Die Abbildung eines Löwen in einem Buch über Tierkunde ist beispielsweise ganz anders zu deuten als in einer Sammlung von Fabeln oder in einem alchemistischen Werk. Der sogenannte „balneologische“ Abschnitt etwa enthält zahlreiche Abbildungen nackter Frauen in Wannen (oder vielleicht auch Teichen), die durch komplexe Röhrensysteme miteinander verbunden sind. Je nach Kontext könnten hier dargestellt sein:

  • schlicht badende Frauen,
  • menschliche (Fortpflanzungs-)Organe,
  • Wein kelternde Frauen,
  • Seelen auf Wanderschaft oder
  • etwas ganz anderes.

Entsprechend der offensichtlichen Gruppierung einander ähnlicher Illustrationen wird das Manuskript üblicherweise wie folgt in Abschnitte gegliedert:

  • „Kräuterkundliche“ Sektion
  • „Astronomische“ Sektion
  • „Anatomisch-balneologische“ Sektion
  • „Kosmologische“ Sektion
  • „Pharmazeutische“ Sektion
  • „Rezepte“ und „Schlüssel“

Zahlensysteme…

Bei Google sitzen schon ein Haufen Witzbolde an den Tasten…

Google doch einfach mal binary und schau ganz genau nach wie viele Ergebnisse du dabei bekommst… 

Oder versuche es noch besser mit hexadecimal

Ein Paar möchte in der Wüste heiraten und wird von einem Sandsturm überrascht, eine Braut bekommt einen Lachanfall, eine andere landet im Swimmingpool. Kuriose Hochzeiten, die man nie vergisst.

Den triumphalen Sieg über die napoloenische Flotte hat Admiral Nelson (1758 - 1805) nicht überlebt. Die Kugel eines französischen Scharfschützen hatte ihn tödlich verwundet. Während der Pulverdampf noch über die Schiffe zog, starb Lord Nelson in den Armen seiner Offiziere. Sein Leichnam wurde in einem Rumfass konserviert, um ihn als Retter Englands zurück in die Heimat zu bringen.

Die Tabakindustrie tötet allein in England jährlich 120.000 ihrer Kunden.

Frank Dobson, ehemaliger britischer Gesundheitsminister

Optische Täuschung.

Diese beiden Fotos vom Schiefen Turm von Pisa sind identisch. Dennoch hat man den Eindruck, der rechte Turm habe eine stärkere Neigung. Dies liegt daran, dass unser Sehsystem die beiden Türme wahrnimmt, als seien sie Teile der gleichen Szene. Weil deshalb die perspektivischen Fluchtpunkte nicht mehr “stimmen”, legt sich der rechte Turm schiefer, als er ist.

Papageifische und ihr Schleimschlafsack…

“Schleimschlafsack” gegen Parasiten Papageifische hüllen sich ein Um sich vor blutsaugenden Parasiten zu schützen, bilden Papageifische Nacht für Nacht eine neue Hülle aus Schleim, die den Körper der schlafenden Tiere wie ein Kokon umhüllt. Papageifische suchen tagsüber Putzerfische auf, um sich von Parasiten befreien zu lassen.

Mit einem sie ganz umhüllenden Kokon, der ähnlich wie ein Moskitonetz für den Menschen wirkt, wappnen sich Papageifische gegen nächtliche Parasitenangriffe. Das berichten australische Wissenschaftler in den “Biology Letters” der britischen Royal Society. Ihre Untersuchung stellt die bisherige Annahme infrage, dass der Kokon der Abwehr von nächtlichen Muränen-Attacken dient. Die Forscher um Alexandra Grutter von der University of Queensland in Brisbane hatten Kugelkopf-Papageifische am Great Barrier Reef gefangen und einzeln in kleine Plastik-Container gesetzt.

Nachts begannen die Fische nun vom Maul ausgehend eine gallertartige Masse auszuscheiden, die innerhalb von 45 bis 60 Minuten den Körper umschloss. Dann schliefen die Fische ein. Bei der Hälfte der gefangenen Fische entfernten die Forscher nun vorsichtig die Hülle, die Fische schliefen dabei weiter. Als nächstes setzten sie jeweils 20 hungrige Parasiten der Art Gnathia aureusmaculosa in die Eimer. Das sind kleine Asseln, die das Blut der Fische saugen. Am nächsten Morgen sammelten die Forscher die Parasiten wieder ein und kontrollierten, welche von ihnen Blut getrunken hatten. Dies ist gut sichtbar am geschwollenen, roten Darm der Tiere. Die Auswertung ergab, dass Fische ohne Schleimhülle deutlich häufiger von den Parasiten attackiert worden waren als Fische mit Schleimhülle. Dementsprechend waren die Parasiten, die die Nacht in den Eimern mit Fischen ohne Schleimhülle verbracht hatten, viel häufiger gesättigt und blutgefüllt als ihre Artgenossen aus den Eimern mit schleimgeschützten Fischen.  

Die Schleimhülle verdecke möglicherweise Geruchssignale, die die Parasiten zum Aufspüren ihrer Opfer benötigen oder wirke als physikalische oder chemische Barriere, schreiben die Wissenschaftler. Es sei darüber hinaus jedoch nicht ausgeschlossen, dass in freier Natur die Schleimhülle auch Attacken von Muränen verhindert. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Fische etwa 2,5 Prozent ihrer täglich zur Verfügung stehenden Gesamtenergie benötigen, um einen Kokon zu bilden. Dies sei eine relativ geringe Investition. Die Fische könnten deshalb Nacht für Nacht einen neuen Kokon bauen oder, wenn nötig, auch einen zweiten in einer Nacht.

Papageifische und viele andere Riff bewohnende Fische suchen tagsüber Putzerfische auf, die sie von lästigen Parasiten befreien. Nachts, wenn die Putzerfische schlafen, schützen sich einige der Riffbewohner mit einer Schleimhülle vor den Angreifern - ein Mechanismus, der von anderen Tieren bisher nicht bekannt sei, schreiben die Forscher. Dies zeige, welch starken Selektionsdruck die Parasiten auf die Fische ausübten

Isaak Newton (1642 - 1726) war entschieden eine seltsame Gestalt - über alle Maßen intelligent, aber auch eigenbrötlerisch, humorlos, empfindlich bis an die Grenze des Verfolgungswahns, von berühmter Zerstreutheit (wenn er morgens die Füße aus dem Bett bewegt hatte, blieb er angeblich manchmal stundenlang sitzen, weil eine plötzliche Welle von Gedanken ihn an seinem Platz fesselte) und fähig zu verblüffend seltsamen Verhaltensweisen.

Er hatte sein eigenes Labor gebaut - es war das erste in Cambridge -, aber dort widmete er sich dann höchst bizarren Experimenten. Einmal führte er sich eine Ahle - eine lange Nadel, wie sie zum Nähen von Leder verwendet wird - in die Augenhöhle ein und schob sie “zwischen mein Auge und den Knochen so nahe an die Rückseite des Auges, wie ich konnte”, einfach weil er wissen wollte, welche Wirkung es hatte. Wundersamerweise hatte es überhaupt keine Wirkung - jedenfalls keine, die von Dauer war.

Ein Prozeß, der von der Amöbe zum Menschen geführt hat, schien den Philosophen augenscheinlichen Fortschritt zu bedeuten - aber ob die Amöbe dieser Auffassung zustimmen würde, ist nicht bekannt.

Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker, 1872-1970

Nase “hochziehen”…

Ist das “Hochziehen” bei verstopfter Nase ungesund?

Manche HNO-Ärzte halten das “Hochziehen” bei verstopfter Nase für gesünder als das Schnäuzen. Eine gewisse Reinigungsfunktion haben beide Tätigkeiten – aber der Effekt für die angrenzenden Bereiche des Kopfes ist unterschiedlich. Denn beim Hochziehen entsteht ein Unterdruck in der Nase, der dazu führt, dass Flüssigkeit aus den Nasennebenhöhlen herausgesaugt wird.

Beim Schnäuzen werden die Flüssigkeit und der zähe Schleim jedoch durch den entstehenden Überdruck wieder in die Nebenhöhlen zurückgepresst und das Risiko für Entzündungen und Vereiterungen dieser empfindlichen Hohlräume steigt an. Gerade Menschen, die immer wieder zu Nasennebenhöhlenentzündungen neigen, sollten es daher ruhig mal mit dem “Hochziehe” versuchen – auch wenn das gelegentlich als Unsitte erscheint und das Schnäuzen einen besseren Eindruck macht.

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